Wohnquatier Schulstraße Kreuzviertel, Münster

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Wohnquartier Schulstraße Kreuzviertel Münster

Nutzung:
Stadthaus, Wohnhaus

Bauherr:
Wohn + Stadtbau GmbH Münster

Standort:           
Altumstraße Münster

BGF:               1872 qm

Baubeginn:       2010

Wettbewerb:     2006

Das Kreuzviertel ist geprägt von einer den Straßenzügen folgenden Blockrandbebauung, teilweise hinter schmalen Vorgärten zurückliegend, auf einer eigentumsbedingten, kleinteiligen Parzellen- struktur. Trotz Kriegsschäden und der Vielzahl der Eigentümer bleibt der Baustil der Gründerzeit vorherrschendes Merkmal. Im Rahmen des Landeswettbewerbes 2006 „Junge Quartiere für das Wohnen im Alter“ ist von unserem Büro ein Bebauungskonzept für die Brache an der Schulstraße entwickelt worden, dass diese Prägung aufnimmt, allerdings unter Reaktion auf die von der historischen Situation abweichenden Vorgaben einer Großparzelle und Umsetzung durch nur einen Bauherrn als Investor. Nicht Kettung von Einzelbauten unter Vorspiegelung einer historisierenden Kleinteiligkeit oder aufgesetzte Raste-rung, sondern eine skulpturale Form, die sich flexibel in die vorgefundene Situation einfügt, gibt dem Entwurf eine übergeordnete Struktur und Ordnung: sie nimmt Rücksicht auf die Nachbarbebauung, setzt Akzente wo sie städtebaulich erforderlich und wünschenswert sind, reagiert auf den Standort wertvoller Bäume, definiert spannungsreiche Außenräume - und kann daher auch standort- unabhängig als Gestaltungsansatz für den Umgang mit innerstädtischen Brachflächen funktionieren.
Der Wettbewerbbeitrag wurde mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Realisiert wird der städtebauliche Entwurf des 3. Preisträgers unter Zuweisung einzelner Baufelder an die übrigen Preisträger. Unter diesen Vorgaben wurde für die Parzelle an der Altumstraße ein Stadthaus mit Eigentumswohnungen, teilweise über zwei Ebenen mit der räumlichen Disposition von Einfamilienhäusern, entwickelt. Um den Baukörper mit hochformatigen Proportionen zu gliedern, die gewünschte Kleinteiligkeit zu gestalten, Adressen und individuelle Eingangssituationen zu schaffen, wird die Gebäudeform zur Straße in der Tiefe gestaffelt. Es wird ein quartierstypischer Vorgarten gestaltet. Die Fassaden werden in einer Schichtung aus den für Münster ortstypischen Materialien Ziegel und Sandstein gestaltet. Die Gartenbereiche werden ergänzt mit durch die Kubatur gefassten Dachterrassen. In der weiteren Bearbeitung wird für eine Parzelle an der neuen Quartierstraße ein Wohnhaus mit Mietwohnungen entwickelt.