Neubau des Pfarrheims St. Stephanus in Hamm-Heessen, 1. Preis

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Neubau des Pfarrheims St. Stephanus in Hamm-Heessen

Wettbewerb: 1. Preis


Die Positionierung des neuen Pfarrheims erfolgt, analog zu der Situation auf der Südseite der Kirche, auf der östlichen Hälfte des Baufeldes. Dies ermöglicht über den bestehenden Seiteneingang der Kirche eine direkte, barrierefreie Verbindung. Die verbleibende Freifläche behält einen großzügigen Zuschnitt und gibt Raum für die Außenaktivitäten der Gemeinde (Pfarrfest, Osterfeuer u.ä.). Sie orientiert sich bewusst zur Öffentlichkeit,  um auch baulich eine Einladung zur Teilnahme zu formulieren. Der neu geschaffene Platz gibt eine ausgewogene Antwort auf die städtebauliche Konfiguration auf der Südseite. Beide Plätze nehmen die Kirche in die Mitte. Es entsteht ein stimmiges Ensemble. Die Platzgestaltung gliedert sich in zwei Teile. Zwischen Kirche und Pfarrheim wird eine „harte“, gepflasterte und damit vielfältig nutzbare Fläche angeboten, die durch einen „weichen“, mit einer wassergebundenen Decke versehenen und begrünten Bereich ergänzt wird.
Die verschiedenen Gruppen- und Nebenräume sind um die zentrale Eingangshalle organisiert, die über Oberlichter mit Tageslicht versehen wird. Die lichte Höhe der Räume passt sich der jeweiligen Nutzung und Raumgröße an. Durch die gestaffelte Kubatur erhält das Gebäude eine plastische Ausformung.
Der große, erweiterbare Saal öffnet sich großzügig zum Außenbereich. Die Fassaden nach Norden und Osten zur benachbarten Wohnbebauung werden dagegen deutlich geschlossener ausgebildet. Auch die Grundrissorganisation mit der Ausrichtung der Nebenräume zu den Nachbarn dient der Konfliktvermeidung und Rücksichtnahme. Das Gebäude wird barrierefrei und behindertengerecht gebaut. Moderne Haustechnik und eine hochgedämmte, massive Konstruktion gewährleisten ein energieeffizientes und behagliches Haus.
In Anlehnung an das Kirchengebäude, und um die Ensemblewirkung der Gesamtanlage zu unterstreichen, wird eine Verblendung des Pfarrheims in Backstein vorgeschlagen. Die Dachflächen können extensiv begrünt  werden. Bei der Auswahl der eingesetzten Baumaterialien werden Qualitäten wie Langlebigkeit, Beständigkeit und Recyclefähigkeit besonders beachtet.