Deutscher Städtebaupreis 2010

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Deutscher Städtebaupreis 2010: Stubengasse Münster

Am 07. Oktober 2010 ist die Bebauung Stubengasse Münster mit dem renommierten Deutschen Städte-baupreis der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgezeichnet worden:

STUBENGASSE Münster,
innerstädtischer Einzelhandels- und Hotelneubau
ALTES PARKHAUS Stubengasse Münster,
Umbau zu einem Wohn- und Geschäftshaus

Pressemitteilung der DASL

Den Deutschen Städtebaupreis 2010 hat das Projekt Stubengasse in Münster erhalten. Hier wurde die letzte große Kriegsbrache in der Innenstadt von einer ver-kehrsbelasteten, für Wohnen wie Gewerbe unattraktiven Randzone in ein lebendiges Stadtviertel verwandelt. Ausgelobt ist der Preis von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, gefördert von der Wüstenrot Stiftung. Jury Vorsitzender 2010 war Michael Braum, Präsident der Bundesstiftung Baukultur in Pots-dam.
Bei der Preisverleihung am 7. Oktober in Essen würdig-te er die Arbeit der Münsteraner: "Ein urbanes Stadt-quartier ist entstanden, das in kürzester Zeit von sitzen-den und schlendernden Flaneuren, zielstrebigen Stadt-Durchquerern und natürlich den allgegenwärtigen Mün-steraner Radfahrern angenommen wurde. Fußgänger-ströme verändern sich, aus Sackgassen werden 1 A-Lagen, ehemalige Hinterhöfe werden zu angenehmen Stadtplätzen, benachbarte Hauseigentümer beginnen Investitionen an ihrem Bestand."
Unter den Beteiligten an diesem Stadtentwicklungs-Projekt gratulierte Braum besonders den Architektur-büros Fritzen + Müller-Giebeler, Ernst Kasper sowie Deilmann und Kresing, der Bauherrin Harpen Immobilien GmbH und Westfälische Bauindustrie sowie Münsters Bauderzernenten, Stadtdirektor Hartwig Schultheiß. Die Jury sprach den Münsteranern "planerische Tugend verbunden mit politischer Weitsicht" zu, außerdem den "festen Willen, städtebauliche und architektonische Qualität in einem Stadtplanungsprozess nicht aus den Augen zu verlieren".
Der im Jahr 1979 ins Leben gerufene Deutsche Städtebaupreis dient der Förderung einer zukunfts-weisenden Planungskultur und Stadtbaukunst. Mit ihm prämieren die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL) und die Wüstenrot Stiftung rea-lisierte städtebauliche Projekte, die sich durch nachhal-tige und innovative Beiträge zur Stadtbaukultur sowie räumlichen Entwicklung im städtischen und ländlichen Kontext auszeichnen. Der Preis wird in zwei Sparten vergeben. Neben dem Hauptpreis dient der ausgelobte Sonderpreis dem Aufspüren zukunftsweisender Hand-lungsfelder der Stadtplanung und neuer Verfahrenswege. Er konzentrierte sich 2010 auf die Prämierung herausragender Beispiele der Gestaltung von Orten des Wissens und der Bildung im städtebaulichen Kontext. Insgesamt wurden 65 Projekte, zum Sonderpreis 19 Projekte eingereicht.