Erweiterung, Umbau, Sanierung Gymnasium und Berufskolleg St. Michael, Ahlen


Erweiterung, Umbau, Sanierung Gymnasium und Berufskolleg St. Michael, Ahlen

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Gymnasium und Berufskolleg St. Michael Ahlen
Bistum Münster

Nutztung:
Gymnasium und Berufskolleg

Bauherr:
Bistum Münster Bischöfliches Generalvikariat

Standort:
Warendorfer Straße 72, Ahlen

BGF:   14.170 qm

Fertigstellung: 2011

Die Schulen St. Michael in Ahlen bestehen aus einem vierzügigen Gymnasium und einem dreizügigen Berufskolleg. Ziel der baulichen und räumlichen Neustrukturierung ist eine klare räumliche Zuordnung der beiden bisher in den Gebäuden miteinander verwobenen Schulformen. Gemeinsam genutzte Bereiche werden in der Pausenhalle mit Forum und Mediothek und der Kapelle im Altbau gestaltet. Die Umsetzung soll in aufeinanderfolgenden Bauabschnitten durch Neubau und Umbau sowie Abbruch des Bestandes realisiert werden. Der Bauablauf gliedert sich in die Abschnitte Neubau Berufskolleg, Umbau und Sanierung Klassenflügel Gymnasium aus den 60er-Jahren, Neubau Klassen- und Musiktrakt Gymnasium, Umbau und Grundsanierung des denkmalgeschützten Altbaus von 1901 sowie Neubau Pausenhalle mit Forum und Mediothek, jeweils verbunden mit den erforderlichen Abbruchmaßnahmen.
Leitmotiv ist die Schaffung einer neuen Mitte als Campus, um den sich bestehende und neue Gebäude der Schule gruppieren, eingebettet in die Parkanlage des Schulgeländes. Das Zentrum der Schule wird gebildet durch die von diesem Hof aus zugängliche Pausenhalle mit Forum und Mediothek, die von beiden Schulformen gemeinsam genutzt werden. Die orthogonal zum Altbau orientierten Neubauten integrieren durch Aufnahme seiner West-Ost-Ausrichtung den Flügel aus den 60er-Jahren in ein durch Neu- und Altbauten gebildetes Gesamtensemble. Als zwei langgestreckte, parallel aufgestellte Baukörper flankieren sie den neuen zentralen Bereich der Schule. Die Entstehungszeit der einzelnen Gebäude bleibt ablesbar. In der Materialwahl der Außenwandflächen, roter Ziegel, und der Höhenentwicklung wird bei den Neubauten Bezug auf den Bestand genommen. Die Halle sowie der Verbindungsgang zum Altbau werden leicht und durchlässig als verglaste Skelettkonstruktionen ausgeführt und verklammern die massiven Baukörper. Es entsteht ein spannendes Ensemble aus den historischen Gebäuden des freigestellten, denkmalgeschützten Altbaus von 1901, dem Anbau aus den 60er-Jahren und den neuen Gebäuden des 21. Jahrhunderts.

Fotos: M. Wohlrab